Beispiel

Hans Behrend und der abwesende Vater
Hans Behrend (42), arbeitet in einer Personalentwicklung. Die vielen administrativen Aufgaben ermüden ihn. Schon lange ringt er mit dem Gefühl, dass ihm bei der Arbeit etwas Entscheidendes fehlt. Die vielfältigen Alternativen auf dem Arbeitsmarkt sprechen ihn nicht wirklich an. Er will den Blick nach innen richten, sein Kerntalent erkennen und entscheidet sich für ein Talent-Coaching.
Die Kernverletzung erkennen
Im Coaching finden wir, was ihn als Kind am meisten getroffen hat – seine Kernverletzung: Als Hans Behrend 3 Jahre alt ist, verlässt der Vater plötzlich die Familie. Der kleine Hans glaubt, dass er zu schwierig ist und der Vater wegen ihm geht. Mit dem heutigen Blick als Erwachsener begreift er die tatsächliche Geschichte: Seine Eltern waren so unterschiedlich, dass keine Verbindung und keine Verständigung möglich war. Deshalb verliess der Vater nach drei Jahren die Familie.
Das Kerntalent
Hans Behrend entwickelte in dieser schwierigen Konstellation sein Kerntalent, die Bedürfnisse von anderen punktgenau erfassen zu können. Mit spielerischer Leichtigkeit hat er kreative Ideen, wie sich die unterschiedliche Bedürfnisse der anderen verbinden lassen.
Die Kernverletzung wandelt sich zum Thema, in dem er sich am besten auskennt
Seine größte Freude ist es, sich gemeinsame Aktivitäten auszudenken, bei denen unterschiedliche Menschen sich verbinden können. Jeder soll seinen Platz haben und sich mit den anderen verbunden fühlen. Sein liebstes Thema zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben – für Hans Behrend selber blieb die Fähigkeit aber ein blinder Fleck. Der kindliche Irrtum „mein Vater geht, weil ich zu schwierig bin“ hatte ihm den Blick auf sein Kerntalent verstellt.
Hans Behrend definiert seine berufliche Ausrichtung
Nachdem sich die Tür zum Kerntalent im Coaching geöffnet hat, erkennt Hans Behrend seinen wichtigste Aufgabe und hält fest: „Ich möchte mit meinem Kerntalent kreative Rahmenbedingungen schaffen, wie Menschen ihre Bedürfnisse am Arbeitsplatz leben können und sich mit anderen verbunden fühlen. Ich möchte ein Klima von Zugehörigkeit schaffen, auch, wenn unterschiedliche Mentalitäten und Fachbereiche aufeinandertreffen.“
Der tiefere Sinn von Kernverletzung und Kerntalent
Die fehlende Verbindung der Eltern und der Verlust des Vaters zeigen sich als entscheidende Weichenstellung in seinem Leben. Der tiefere Sinn wird erlebbar. Der kindliche Irrtum kann sich lösen und das Vertrauen in sein Kerntalent wachsen. Hinter dem, was ihn so sehr geschwächt hatte, zeigt sich seine größte Stärke. Der Blick für das Kerntalent und die damit verbundene Kompetenz werden frei. Der rote Faden seiner Lebensgeschichte leuchtet auf und zeigt ihm, wo und wie er beruflich Erfüllung findet. Alles war schon immer da. Es musste nur entdeckt und bewusst erlebt werden. Und emotional entkoppelt werden von der schmerzhaften Erfahrung.
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